Von Rohbrandkolonnen und Feinbrandblasen …

 

Anfang März sind wir in der Klosterbrennerei in die neue Brennsaison gestartet. Nicht zum ersten Mal seit 1682. Und doch ist die neue Geschäftigkeit nach dem Winter immer wieder etwas Besonderes. Was im ersten Schritt mit dem Weizen von unseren hauseigenen Feldern, Wasser & Malz passiert bzw. wie die Maische entsteht, die sich durch die Einwirkung von Hefe in Alkohol und Kohlensäure umwandelt, habt ihr an dieser Stelle schon erfahren.

Kupferne Qualitätsgaranten

Heute wollen wir einen Blick auf die Rohbrandkolonne und auf unsere Feinbrandblase werfen – weitere wichtige Stationen auf dem Weg zum Wöltingeroder Feinbrand. Die traditionell kupfernen Brenngeräte, die sich durch ihre hervorragenden physikalischen Eigenschaften auszeichnen, laufen derzeit auf Hochtouren. In der Rohbrandkolonne – von außen betrachtet ein recht schmales, hohes Rohr mit kleinen „Bullaugen“ – wird die vergorene Maische zum Sieden gebracht. Der Alkohol entweicht als Dampf, wird am oberen Ende der Kolonne aufgefangen, abgekühlt und dadurch wieder verflüssigt. Das Ergebnis dieser ersten Destillation: der Rohbrand. Mit diesem Rohbrand wird nun weiter gearbeitet, der Rest der Maische, die sogenannte Schlempe, kommt als Dünger zurück aufs Feld.

Vom 96-prozentigen Feindestillat zum Wöltingeroder Feinbrand

Das Rohdestillat hat einen Alkoholgehalt von 75 Prozent und erreicht durch die weitere Rektifikation in der Feinbrandblase eine extrem hohe Reinheit. Wasser und Fuselöle werden vom Destillat getrennt. Dabei steigt der Alkoholgehalt; es entsteht ein Feindestillat mit 96 Prozent. Dieses Feindestillat wird nun mit Quellwasser heruntergespindelt. Das Ergebnis, der Wöltingeroder Feinbrand, ist die Basis für unsere zahlreichen Spezialitäten. Alle Produktionsschritte behält unser Destillateur-Meister Dany Mailah mit Argusaugen im Blick. Für ein Ergebnis, dass Spirituosen-Fans im Harz und darüber hinaus immer wieder neu begeistert.

 

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Bundesehrenpreis für Kloster Wöltingerode

Höchste Auszeichnung der deutschen Ernährungswirtschaft – Hervorragendes Abschneiden in der DLG-Qualitätsprüfung für Spirituosen – Preisverleihung während der BrauBeviale in Nürnberg 

(DLG). Das Kloster Wöltingerode aus Goslar ist jetzt vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit dem Bundesehrenpreis für Spirituosen ausgezeichnet worden. Das Qualitätsunternehmen erhielt die Auszeichnung am 15. November in Nürnberg im Rahmen der Fachmesse BrauBeviale. Ministerialrat Dr. Michael Koehler (BMEL) überreichte gemeinsam mit dem Vizepräsidenten der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft), Dr. Diedrich Harms, Medaille und Urkunde an die Preisträger.

Der Bundesehrenpreis ist die höchste Ehrung, die ein Unternehmen der deutschen Ernährungswirtschaft für seine Qualitätsleistungen erhalten kann. Die Auszeichnung wurde an insgesamt acht deutsche Hersteller von Spirituosen vergeben, die in der Qualitätsprüfung der DLG die besten Testergebnisse erzielt haben.

Dr. Harms lobte die betriebliche Gesamtleistung der Unternehmen, die Ausdruck in der hervorragenden Qualität ihrer Erzeugnisse findet: „Die Bundesehrenpreisträger setzen richtungsweisende Signale für Spitzenqualität, Geschmack und Genuss. Sie gehören zu den jeweils besten deutschen Unternehmen der Spirituosenbranche“, betonte der DLG-Vizepräsident.

Bundesehrenpreis für Kloster Wöltingerode: Ministerialrat Dr. Michael Koehler (BMEL) (l.) überreicht gemeinsam mit DLG-Vizepräsident Dr. Diedrich Harms (r.) Urkunde und Medaille an Hans-Joachim Dege. (Foto: DLG)